Warum Verhaltenstraining bei Haustieren?

Katzenverhalten gähnen Katze

Die 3 Säulen
des Katzentrainings & Hundetrainings
im Burgenland:

Wissenschaftlich fundiertes Training auf Basis der Lerntheorien

Wie ein Hund lernt, wie der Mensch dem Hund etwas lernen kann, das ist bereits sehr gut wissenschaftlich belegt – dies ist die Grundlage für Training, mit Respekt dem Tier und dem Menschen gegenüber.

Verhaltensbiologie

Es ist wichtig, die Bedürfnisse des Hundes zu berücksichtigen; nur ein körperlich und emotional gesunder Hund kann Normalverhalten zeigen; Problemverhalten sind stets Anpassungen des Hundes an nicht passende Bedingungen

Verhaltensanalyse

Einem Verhalten gehen stets Antezedenzien voraus und folgen stets Konsequenzen. An diesen beiden „Schrauben“ kann man sehr gut „drehen“, wenn man Verhalten verändern möchte

Ich arbeite ausschließlich respektvoll und empathisch gegenüber Tier und Mensch.
Hintergrund ist bei meinem Hundetraining in Eisenstadt fundiertes Wissen in den Bereichen Tierverhalten (Ethologie), Verhaltensanalyse und Tiertraining (Lerntheorien).
Offenheit, Ehrlichkeit und Verständnis bilden die Grundlage für ein/unser gemeinsames Arbeiten.

WISSENSCHAFTLICH FUNDIERTES VERHALTENSTRAINING MIT TIEREN AUF BASIS DER LERNTHEORIEN

WARUM lernt ein Hund überhaupt? Der Hund lernt, um seine „biologische Fitness“ zu verbessern: Er möchte Ressourcen gewinnen und Ressourcenverlust vermeiden.

Hunde lernen übrigens 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche und nicht nur in der einen Stunde am Hundeplatz oder bei meinem Hundetraining in Eisenstadt! 😊

Ein Hund lernt durch

  • Assoziation: Mindestens zwei zeitlich nahe Ereignisse werden im Gehirn miteinander verknüpft.
  • Konditionierung: Die Assoziation findet häufig und regelmäßig statt.
    • Klassisch (nach I. Pawlow): Ein unbekannter Reiz wird mit einem anderen, bekannten Reiz (und der Emotion dahinter) verknüpft, zum Beispiel kann das Läuten einer Glocke mit dem Anblick von Futter (und der Emotion „Freude“) verknüpft werden
    • Instrumentell (nach B. F. Skinner): Ein Reiz (Antecedent = A) löst ein Verhalten (Behavior = B) aus, was eine (positive oder negative) Konsequenz (Consequence = C) verursacht. Dieses Muster wird auch als ABC des Lernens bezeichnet! Je nach Konsequenz tritt das Verhalten danach häufiger auf (positive Konsequenz) oder seltener (negative Konsequenz).
  • Gewöhnung (Habituation): Der Hund gewöhnt sich zum Beispiel an den Lärm und Anblick von Autos.
  • Sensibilisierung: Ein Reiz wird als wichtiger eingestuft und der Hund reagiert in Zukunft rascher/intensiver darauf.
  • Desensibilisierung: Ein Reiz wird als unwichtig eingestuft und der Hund reagiert in Zukunft seltener/schwächer darauf (dies passiert oft bei Strafen).
  • Nachahmung
  • Erkenntnis

     

Der Mensch kann dem Hund etwas beibringen!

  • Locken: Dem Hund wird ein interessanter Reiz wie etwa Futter oder Spielzeug präsentiert. Dadurch kann der Hund in eine Position oder Bewegung gelockt werden.
  • Formen (Shaping): Jeder kleinste Schritt in die richtige Position/Bewegung wird belohnt, bis das Endverhalten „geformt“ ist.
  • Einfangen: Ein Verhalten, das der Hund spontan zeigt, wird verstärkt/belohnt, zum Beispiel das Strecken.
  • Modeling: Der Mensch bewegt den Hund passiv und später übernimmt der Hund den aktiven Part. Zum Beispiel: Der Mensch hebt die Pfote des Hundes und später hebt der Hund die Pfote auf Signal von selbst.
  • Target Training: Mithilfe eines Targets (ein „Ziel“, etwa ein Waschlappen) lernt der Hund, bestimmte Körperteile auf eine bestimmte Art zu bewegen. Zum Beispiel lernt der Hund, seine Schnauze auf einen Waschlappen zu legen (das ist oft Teil des Medical Trainings).
  • Chaining/Verbinden: Verhaltensweisen, die der Hund schon „beherrscht“, werden miteinander zu einer Verhaltenskette verbunden.
  • Abstraktes Lernen

VERHALTENSBIOLOGIE

Es ist wichtig, die Bedürfnisse des Hundes zu berücksichtigen: Nur ein körperlich und emotional gesunder Hund kann Normalverhalten zeigen.

Es ist wichtig, die Ursachen, Funktionen und Modulatoren von verschiedenen Verhaltensweisen des Hundes zu kennen:

  • Die biologische Funktion von Aggressionsverhalten ist es, störende Einflüsse wie individuell empfundene Bedrohungen oder Konkurrenten um eine Ressource auf Distanz zu halten.

Mit diesem Hintergrundwissen kann ich in die Analyse eines Verhaltens einsteigen und die richtigen, für Tier und Mensch befriedigenden, Lösungen für das Hundetraining in Eisenstadt und im Burgenland finden.

Welche Bedürfnisse haben unsere Hunde?

Die 5 Säulen des Wohlbefindens eines jeden Lebewesens sind:

inklusive arttypischem Verhalten bei Nahrungssuche und Nahrungserwerb

sichere Plätze, Gelegenheit zur Umwelterkundung, sensorische Stimulation

schnelle Diagnosen, effektive medizinische Versorgung und Bewältigungsstrategien für Untersuchung und Behandlungen

der Hund lernt Strategien zur Vermeidung oder Bewältigung negativer emotionaler Zustände wie Angst oder Wut

der Hund soll deutlich mehr emotional positive als emotional negative Zustände erfahren

Problemverhalten sind Anpassungen des Hundes an nicht passende Bedingungen!

VERHALTENSANALYSE:

Bei der funktionalen Verhaltensanalyse werden die in den Lerntheorien oben genannten sogenannten ABCs genau untersucht:

Vor einem Verhalten gibt es stets Antezedenzien. Das sind direkt vorausgehende Handlungen/Ereignisse. Welche Handlungen sind das? Was sind die Auslöser für das (unerwünschte) Verhalten? Wie kann ich die Antezedenzien modulieren?

Nach einem Verhalten gibt es stets die Konsequenzen oder Postzedenzien (Handlungen/Ereignisse, die dem Verhalten direkt folgen). Welches sind diese und wie kann ich sie modulieren?

Ein Hund zeigt stets Verhalten, das ihm positive Konsequenzen bringt. Wenn ich die positiven Konsequenzen/Verstärker für das Verhalten finde und diese moduliere, kann ich das (unerwünschte) Verhalten des Hundes verändern.

Verhaltensanalyse ist einfach – aber nicht leicht!  Aber keine Sorge: Mit meiner Ausbildung und Erfahrung stehe ich Ihnen beim Katzentraining und Hundetraining  in Eisenstadt (Burgenland) zur Seite!

Warum ich bei meinem Hundetraining NICHT mit positiven Strafen arbeite:

Positive Strafen fügen dem Tier Schmerzen, Leid oder zumindest großes Unbehagen zu (auch emotionaler Druck und emotionale Misshandlung zählen hierzu).

Dies können Handlungen sein wie Leinenruck oder Ausbildungshilfen wie das sogenannte „Erziehungsgeschirr“ und vieles mehr.

Zu den negativen Strafen zählt all das, was für das Tier wichtig ist und ihm weggenommen wird. Beispiele dafür sind Aufmerksamkeit, Futter, Liebe und vieles mehr.

Auch die negativen Strafen sind über ein gewisses Maß hinaus angewendet, tierschutzrelevant und verursachen Leid. Das ist etwa dann der Fall, wenn ich dem Hund tagelange keine Beachtung schenke.

Kurzfristig dem Hund Aufmerksamkeit zu entziehen, kann jedoch im Training gut als Kommunikationsmittel verwendet werden, da es dem Hund wertvolle Information liefert und es wird auch nicht als tierschutzrelevant erachtet.

Zwang, Druck und Gewalt lehne ich bei meinem Katzentraining und Hundetraining in Eisenstadt (Burgenland) rigoros ab! Sowohl Menschen gegenüber als auch Tieren gegenüber!

Aber auch Bedrohung und Bedrängung des Tieres sind abzulehnen, da sie keine langfristigen Erfolge /Lösungen bringen, die Emotionen des Tieres nicht verändern (die Angst oder Wut bleiben zum Beispiel bestehen) und oft weitere Problemverhalten nach sich ziehen. Dies nennt man auch „Deckeln“ des Problemverhaltens: Wenn ich einen Deckel auf einen Topf mit kochendem Wasser lege, wird dieser irgendwann übergehen, so wie auch das Verhalten des Tieres irgendwann eskalieren wird!

Damit Strafe beim Training funktioniert, müssten folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Absolut sicheres Timing: Die Strafe müsste spätestens 0,5 Sekunden nach dem unerwünschten Verhalten erfolgen.
  • Zuverlässigkeit: Die Strafe müsste zuverlässig jedes Mal nach dem unerwünschten Verhalten erfolgen.
  • Stärke: Die Strafe müsste so intensiv ausfallen, dass sie jedes Mal das unerwünschte Verhalten sicher und sofort unterbricht/stoppt.

Sie sehen schon, dass diese 3 Voraussetzungen praktisch nicht erfüllt werden können. Der Hund gewöhnt sich an Strafreize und die Strafe müsste demnach jedes Mal intensiver erfolgen.

Die Konsequenzen wären: Das Vertrauensverhältnis zum Tierhalter leidet, die Beziehung und Bindung zum Halter wird zerstört, der Hund entwickelt andere unerwünschte Verhaltensweisen und emotionale Probleme wie generalisierte Ängstlichkeit (Angst in vielen unterschiedlichen Situationen) oder generalisierte Aggression (Aggressionsverhalten als Lösungsstrategie in vielen unterschiedlichen Situationen). Das Wichtigste zum Schluss: Solch ein Training macht weder dem Tier noch dem Menschen Spaß!

Wie schön ist es doch, im Vergleich dazu eine Lösung zu finden, die beide, Tier und Mensch, glücklich und zufrieden macht, die Bedürfnisse beider Lebewesen berücksichtigt und weitestgehend erfüllt!

Katzentraining und Hundetraining in Eisenstadt und Umgebung

Dies erreichen wir gemeinsam mit Hilfe der Lerntheorien, Verhaltensbiologie und Verhaltensanalyse im Verhaltenstraining mit Ihren Haustieren in unserem Tiertraining. Kontaktieren Sie mich fürs Katzentraining und Hundetraining gerne, auch wenn Sie nicht in Eisenstadt oder Umgebung wohnen!

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